Kategorie: Perry-rhodan-doku

Das Abenteuer im Weltraum

Science-Fiction ist nicht zwingend mit Weltraumabenteuern verbunden. Immerhin geht es um Wissenschaftsfantastik, die sich auch auf relativ einfachen Gebieten wie der zukünftigen Erde abspielen können.

Von Zeitreisen bis hin zu Fragen der Bioethik

Ein gutes Beispiel hierfür liefert der Klassiker Blade Runner, der 1982 neue Maßstäbe in dem Genre setzte, ohne auch nur ein Stück Weltraum zu zeigen. Themen der modernen Science-Fiction sind nicht nur die Raumfahrt, sondern auch Reisen durch die Zeit (etwa in den drei Teilen von Zurück in die Zukunft, 1985 bis 1990), in das eigene Unterbewusstsein (hervorragend illustriert in Inception von 2010) oder etwa (bio-)ethische Fragen, wie Blade Runner sie behandelt.

Aber der Reiz der Sprünge ins Unbekannte, in unendliche Weiten des Alls, ist spätestens seit Filmen wie Star Wars (1977) und Solaris (1968) kaum mehr von der populären Science-Fiction zu trennen.

Raumfahrt und der Erkundungsdrang als Motiv

Die Raumfahrt hat einen festen Platz im modernen Unterhaltungskosmos eingenommen. Ob in Videospielen wie Mass Effects (2010 bis 2019), Online-Casino-Slots, wie man sie bei Starburst freispiele mit einzahlung spielen kann, Büchern wie Solaris von 1960 und neu erscheinenden Filmen wie Tenet (2020) von Christopher Nolan. Woher kommt dieser Drang, etwas zu zeigen, das gar nicht gezeigt werden kann?

Hier dürfte eine Art kathartischer Effekt im Vordergrund stehen. Schon H. P. Lovecraft befand, dass die größte Angst des Menschen im Unbekannten läge. Und so waren die Werke Lovecrafts, die in schlundartigen Höhlen endeten, stets am gruseligsten. Sein Werk Die Farbe aus dem Raum erfuhr eine besondere Rezeption, da es hier genau um diese Angst geht: Irgendetwas ist in den Tiefen des Alls, das uns zu erreichen droht. Warum, wie und wann, wissen wir nicht. In eher komödiantischen und abenteuerlichen Filmen wie Guardians of the Galaxy (2014) oder Avatar (2009) wird diese Angst einfach umgedreht. Der Mensch ist nun der Unbekannte, der die Fremde für sich erobert. Soweit ist die Raumfahrt ein eher erheiterndes Erlebnis.

Weltraumromane – die Spannung machts!

Gute Space-Science-Fiction zeichnet sich durch eine originelle und spannende Story aus.

Der Meister der originellen und humorvollen Erzählung im Bereich der Science-Fiction ist für viele Leser der amerikanische Autor Douglas Adams. Douglas Adams, selbst bereits zur Kultfigur avanciert, hat die berühmte Reihe Per Anhalter durch die Galaxis verfasst. Die Genialität der Romane ergibt sich aus Adams Talent, Gesellschaftskritik implizit in einer abstrusen und aberwitzigen Abenteuergeschichte zu verpacken. Aber auch neuere Reihen wie Expanse zeugen von einem hohen Maß an Ideenreichtum und Kreativität. Da Per Anhalter durch die Galaxis den meisten Liebhabern der klassischen Science-Fiction bekannt sein dürfte, ist es an der Zeit, Expanse eine Chance zu geben. Was macht die Bücherreihe und die Fernsehserie zu einem treffenden Vorbild für eine gelungene Science-Fiction-Erzählung?

Imperialismus 2.0 und Klassenkampf – Expanse und seine politische Botschaft

Die Science-Fiction-Reihe Expanse von James Corey spielt in der nahen Zukunft, in der die Menschheit bis in die äußersten Bereiche des Sonnensystems vorgedrungen sind. Während die meisten Menschen auf der Erde und auf dem Mars ein privilegiertes Leben führen, leben die Bewohner des Asteroidengürtels unter unwürdigen Bedingungen. Über Jahrzehnte wurden die Gürtler von Mars und Erde ausgebeutet, bis sich schlussendlich eine Rebellion ihre Bahnen bricht. Zeitgleich taucht im Sonnensystem ein merkwürdiger fluoreszierender Virus auf, der die Menschen von innen aufzufressen scheint.

Die spannende Erzählung weist interessante Parallelen zu dem Umgang der westlichen Industriestaaten mit Entwicklungsländern auf. Die Gürtler leiden unter Mangelernährung und unter schlechtesten Arbeitsbedingungen, während die wirtschaftlich stärkere Erde Profit aus ihrer Arbeitskraft schlägt. Ähnlich ergeht es Entwicklungsländern, deren wirtschaftliche Entwicklung durch die Freihandelsabkommen der Industriestaaten massiv gehemmt wird.

Der Faktor Spannung spielt aber auch bei Online-Casino-Spielen mit Space-Thema eine wichtige Rolle. Wenn man sich entschließt bei https://netent.org/de/ zu spielen, kann man sich auch für ein Spiel aus dem Genre Science Fiction entscheiden. Auch Online-Casino-Spiele haben oftmals eine spannende Handlung, die man gerne bis zum Ende verfolgt, da sie sich direkt an den Vorbildern aus Roman und Film orientieren.

Stanislav Lem – ein Nostradamus der Science Fiction

Stanislav Lem gilt vielen eingefleischten Sciencefiction-Fans heute noch als einer der Urväter des Genres. Als junger Mann erlebte er die Nachkriegswirren Osteuropas, die nationalsozialistische Besatzung der Ukraine, das kommunistische Regime und schließlich die Öffnung gen Westen mit seiner rasanten Technisierung. Als versierter Autoschlosser, Medizinstudent und Autodidakt eignete sich Lem unterschiedlichste Kenntnisse der Astronomik, der Technik und der Medizin an, die er philosophisch in seinem Werk aufarbeitete.

Unheimlich vorausschauend

Der polnisch-ukrainische Autor war ein Nostradamus der Wissenschaftsfantastik. In Dutzenden Romanen schickte er seine Protagonisten in unterschiedlichste Szenarien, in denen sie sich mit neuster Technik und fremden Organismen auseinandersetzen mussten. So beschrieb Lem Phänomene wie das Internet und virtuelle Realitäten schon lange bevor sie erdacht wurden. Durchaus kulturpessimistisch beschrieb er den User von morgen als fantasielos und abgestumpft. Was Internet und Videospiele also bringen sollen, nämlich eine Horizonterweiterung und eine Ausweitung eigener Möglichkeiten, wird sich letzten Endes ins Gegenteil wandeln.

Und deshalb war Lem eine Art Nostradamus, denn der bereits 2006 verstorbene Philosoph warnte vor einer persönlichen Abstumpfung der Menschen, die irgendwann nur noch von Reiz zu Reiz springen und sich unterhalten lassen würden, während ihre eigene Intelligenz verkümmere. Ganz abwegig scheint diese Vorstellung nicht. Denn Horden von Jugendlichen, die sich der einfachsten Reizüberflutung auf YouTube und Instagram geradezu hingeben, bieten kein anderes Bild.

Menschen, Außerirdische und Maschinen

Der Mensch, der sich allseits für überlegen hält, wird nach Lem zudem unweigerlich von seiner eigenen Technik überholt werden. Diese Hybris belächelte der Philosoph, warnte aber gleichzeitig vor ihr. Denn die Computer, denen man heute noch den Status williger Sklaven zuspräche, würden irgendwann unaufhaltsam wachsen und sich ganz einfach von ihren Erschaffern abwenden. Auch wenn Lem kein Horrorszenario wie in Terminator entwirft, bei dem der Mensch gnadenlos von wild gewordenen Maschinen verfolgt wird, ist seine Vision unheimlich. Denn auch wird der Mensch in Lems Büchern stets von Außerirdischen abgehängt, die in ihrer Kommunikationsfähigkeit deutlich überlegen sind. Es bleibt nicht der Tod oder der Kampf, doch die pure, menschliche Einsamkeit.